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Traunsteiner Wochenblatt

Schüler machten sich Gedanken zum Müllproblem


Prämierte Stücke des Wettbewerbs "Denk-Mal" werden noch bis Freitag ausgestellt

Schüler zum Nachdenken anregen darüber, wie man Rohstoffe sparen und Müll vermeiden kann – das war das Ziel des Schulwettbewerbs "Denk-Mal". Und wie sie dachten 53 Schulen hatten zum Teil so hervorragend Arbeiten eingereicht – in künstlerischer, ethischer, kreativer und sozialer Hinsicht -, daß der Landkreis, so berichtete Landrat Strobel bei der Preisverteilung im Landratsamt, in letzter Minute die Preisgelder von 8.000 Mark auf zusammen 10.900 Mark erhöht hat, um einigermaßen gerecht werten zu können. Die prämierten Stücke sind noch bis Freitag mittag im Casino des Landratsamtes ausgestellt.

Aufgabe bei diesem Wettbewerb war es, aus Abfallstoffen etwas sinnvolles Neues entstehen zu lassen. Die Jury sei zunächst "überwältigt" gewesen, so Schulrat Gerhard Poremba. Eingereicht wurden zum Beispiel Bilder, Plastiken, Möbel, Musik- und Theaterstücke sowie Dokumentationen von Aktionen, die die Schüler ins Leben gerufen haben. Da nicht nur die fertigen Produkte bewertet werden sollten sondern auch die Gedanken, die sich die Kinder bei ihren Arbeiten gemacht hatten, schuf die Jury vier verschiedene Preiskategorien: Schulpreise, Klassenpreise, Einzelpreise und Sonderpreise.

Die ersten Preise der schulen haben die Berufsschule I Traunstein, die Volksschulen Grassau, Obing, Palling und Schnaitsee, die Grundschule Traunreut Nord und die Hauptschule Waging gewonnen. Die zweiten Preise gingen an die Volksschulen Altenmarkt und Engelsberg, die Teilhauptschule Heilig-Kreuz Trostberg, das Staatliche Landschulheim Marquartstein, die Volksschule Reit im Winkel, die Mädchenrealschule Sparz in Traunstein, die Grundschule Taching, die Heinrich–Braun–Grundschule Trostberg und die Montessori–Schule Waging.

Die höchsten Klassenpreise bekamen die 5. Klasse aus Bergen, die 10. und 11. Klasse der Berufsfachschule für Kinderpflege, die 6. Klasse aus Chieming, die 1. Klassen der Hauptschule Seeon und die Gruppe der Schulgärtner des Hertzhaimer–Gymnasiums Trostberg. Die zweiten Klassenpreise gingen nach Chieming (6. Klasse), nach Grabenstätt (6. Klasse), an die Grundschule Kienberg und Marquartstein, an die Volksschule St. Georgen (2. Klasse), an die Franz-von-Kohlbrenner-Schule Traunstein (8. Klasse),an die Carl–Orff–Volksschule Traunwalchen und an die Volksschule Unterwössen (3. Klasse). Dritte Preise konnten der AWO-Kindergarten, die Volksschulen Petting, Schleching, St. Georgen, Tacherting, Tittmonig-Töring und Vachendorf sowie die Hauptschule Trostberg mit nach Hause nehmen.

Mit dem ersten Einzelpreis wurde Konrad Meyer aus Waging für seinen Menschen im Gefängnis aus Müll" geehrt, der zweite ging an Andreas Szlavik aus St. Georgen für seine Metallkonstruktion, die Bewegung und Vergänglichkeit darstellt, und mit dem dritten Preis wurde Hildegard Reithmaier aus Hörpolding ausgezeichnet für ihren "Italienischen Vorhang" aus Kork. Die Metallschrott-Plastik "Der Androide" der Privaten Berufschule Traunreut bekam den Sonderpreis für besonderen künstlerischen Wert. Für die besonders ethische Idee hinter ihrem Werk, ein Kruzifix aus Altstoffen, wurde die Volksschule Obing ausgezeichnet. Besonders wertvoll aus sozialer Sicht ist die "Aktion Wertstoffhelfer" der Volksschule Palling, Die Schüler übernehmen dabei die Wertstofftrennung für alte und behinderte Menschen in ihrer Gemeinde. Den Sonderpreis für eine besonders kreative Idee vergab die Jury an die Werner-von-Siemens-Hauptschule Traunreut. Die Schüler haben aus alten Fahrradteilen ein neues Liegerad konstruiert. Einen besonders praktischer Nutzeffekt hat nach Ansicht der Jury die Drehbare Litfaßsäule aus alten Fahrradteilen der Volksschule Grassau.

"Die Lösung unseres Müllproblems kann nur über die Köpfe der nachwachsenden Generationen führen", betonte Schulrat Poremba, "in diese Köpfe Bewegung zu bringen, die zu Haltung und Verhaltensweisen führen, das war das Ziel des Landkreiswettbewerbs. Ich glaube, wir haben damit einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan"

(BILD)

 

Ausstellung zum Wettbewerb "Denk-Mal"

Den "Menschen im Gefängnis aus Müll" bewundern die beiden Kinder in der Ausstellung der prämierten Stücke des Schulwettbewerbs "Denk-Mal". Für diesen Wettbewerb haben sich Schüler aus dem ganzen Landkreis Gedanken zum Thema Müll gemacht. Konrad Meyer aus Waging schuf das "Gefängnis aus Müll" und belegte damit den ersten Platz bei den Einzelpreisen.

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| 25.07.2012 | Design: Holz & Art |
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